Deutschland hat sich auf den Weg in die Energiezukunft gemacht. Deren Ansprüche sind klar benannt: Erneuerbar. Dezentral. Effizient. Gelingt das, ist die deutsche Initiative ein wichtiger Motor für Europas ehrgeizige Ziele, Treibhausemissionen massiv zu senken.

Energiewende in Deutschland auf den Weg gebracht

Die Weltklimakonferenz in Paris hat sich im Dezember 2015 auf das erste Klimaschutzabkommen geeinigt, das alle Länder in die Pflicht nimmt. Mit dem Abkommen bekennt sich die Weltgemeinschaft völkerrechtlich verbindlich zum Ziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen.

Das Abkommen legt fest, dass die Welt in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts treibhausgasneutral werden muss. Der Schutz des Klimas und eine sichere, bezahlbare Energieversorgung gehören bundesweit zu den wichtigsten Herausforderungen für die Zukunft. Die Einsparung von Energie sowie der Einsatz effizienter Technologien und erneuerbarer Energien sind dabei zentrale Strategien. Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima beschloss die Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergie und rief damit die Energiewende in Deutschland aus.

Die Ziele:

  • 80 Prozent des Energiebedarfes soll zukünftig aus erneuerbaren Energien gedeckt,
  • die verbleibenden 20 Prozent des Energiebedarfes sollen durch hocheffiziente Gas-KWK-Anlagen zur Verfügung gestellt werden.
  • Damit sollen die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80–95 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden.
  • Im gleichen Zeitraum ist geplant, den Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch bis zu 60 Prozent auszubauen.