Halle (Saale) setzt auf Kraft-Wärme-Kopplung für mehr Klimaschutz

Mit dem am 1. Januar 2016 in Kraft getretenem „Gesetz zur Neuregelung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes“ (KWKG 2016) manifestiert sich der politische Wille zur Umsetzung der Energiewende. Damit sind Weichen gestellt:

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird wichtiger Partner der erneuerbaren Energien. Halle (Saale) setzt als eine der ersten Kommunen bundesweit die Energiewende danach um. Basis bildet das am 16.12.2015 vom Stadtrat beschlossene „Energie- und Klimapolitische Leitbild der Stadt Halle (Saale)“. Es dient der Stadt als Fahrplan bei Stadtentwicklung und Energiewende vor Ort.

Fünf Grundsätze bilden darin den Rahmen für eine klimagerechte kommunale Entwicklung:

  1. Orientiert an den deutschen Klimazielen will die Stadt ihre CO2-Emissionen gegenüber 1990 deutlich reduzieren. Kraft-Wärme-Kopplung und der Anteil erneuerbarer Energien werden erhöht. Kern ist der zukunftsweisende Ausbau des Fernwärme-Systems mit seinen hocheffizienten Gas-KWK-Erzeugungsanlagen.
  2. Diese Entwicklung will die Stadt sozial, ökonomisch und ökologisch verträglich vorantreiben und dabei den Gegebenheiten des Klimawandels Rechnung tragen.
  3. Energieeffizienz soll kontinuierlich gesteigert und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen bindend werden. Das erstreckt sich u. a. auf die energetische Optimierung im verkehrlichen und baulichen Bereich, die energetische Umgestaltung der öffentlichen Straßenbeleuchtung, den Aufbau klimafreundlicher Mobilität, auf die Verringerung des Ressourcenumsatzes und die Förderung der regionalen Wirtschaftskreisläufe.
  4. Angestrebt wird eine öffentliche Vorbildfunktion im gesamten Themenfeld.
  5. Geeignete Maßnahmen fließen in ein gesondertes Klimaschutzkonzept ein.