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Transformation des Fernwärmesystems mit Plan

Hintergrund

Neben einer Energiewende im Stromsektor, ist für eine CO2-neutrale Gesellschaft die Umstellung des Wärmebereichs auf regenerative Quellen notwendig. Auch die EVH steht vor großen Herausforderungen, um ihr Erzeugungsportfolio schrittweise zu transformieren: 2030 sollen 30 Prozent des Wärmebedarfs aus „grünen“ Quellen stammen, im Jahr 2045 zu 100 Prozent. Dazu wird bereits heute in Halle (Saale) an einem Transformationspfad für das Fernwärmesystem gearbeitet.

Ausgangssituation

Seit vielen Jahren erzeugt die EVH GmbH Fernwärme und Strom konsequent mittels Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die Energieparks Dieselstraße und Trotha arbeiten umweltfreundlich und zuverlässig. Über ein 217 Kilometer langes hochmodernes Fernwärmenetz erreicht die in den beiden Energieparks erzeugte Fernwärme bequem und sicher jeden Winkel der Saalestadt. Halle (Saale) deckt ihren Wärmebedarf zu 60 Prozent über Fernwärme. Gegenwärtig wird rund die Hälfte des Stadtgebietes mit Fernwärme versorgt, das sind etwa 74.000 Wohnungen.

Eine der ersten solarthermischen Freiflächenanlagen Halles, die aus Sonne erwärmtes Wasser in das städtische Fernwärmenetz einspeist, arbeitet in Halle an der Saale. Dort, wo bis 1990 Braunkohle für das Kohlekraftwerk Rudolf Breitscheid lagerte, macht seit Oktober 2019 ein neuerbautes, rund ein Hektar großes Kollektorfeld die Energiewende anfassbar.

Zielstellung

Die Fernwärmetransformation der EVH ist ein Teilprojekt der Roadmap Klimaneutralität. Seit 1990 konnte die EVH in der Wärme- und Stromerzeugung die CO2-Emissionen schon um ca. 70 % reduzieren. Dies erfolgte vor allem durch Effizienzsteigerungen der Erzeugung und durch die Umstellung von Kohle und Öl auf Erdgas. Eine Reihe von weiteren Ideen werden derzeit umgesetzt und in konkrete Projekte gegossen.

Zentraler Bestandteil der Fernwärmetransformation ist der Wärmetransformationsplan, der einen Pfad aufzeigen soll, die Wärmeproduktion in Halle (Saale) bis spätestens 2045 vollständig zu dekarbonisieren. Dieser Transformationsplan soll bis Ende 2023 erstellt werden.

Erste Ideen für Klimaschutzmaßnahmen

Saale-to-Heat

Um noch mehr Potenziale für CO2-Minderungen zu heben, hat sich die EVH GmbH eine weitere Partnerin für die Energiewende erschlossen: die Saale. Der Fluss gibt Halle (Saale) nicht nur den Namen, sondern zukünftig auch die aus ihr gewonnene Wärme. Hier finden Sie den Steckbrief für diese Klimaschutzmaßnahme.

Solarthermie

Grüne Wärme ist ein notwendiger Baustein der zukünftigen Energieversorgung. Größere Freiflächenanlagen können die Energie der Sonne nutzen, um grüne Wärme produzieren. Hier finden Sie den Steckbrief für diese Klimaschutzmaßnahme.

Power-to-Heat

Wo Strom-Energiespeicher fehlen und Überschussstrom trotzdem nicht ungenutzt bleiben soll, schlägt die Stunde von Power-to-Heat. Power-to-Heat beschreibt eine Technologie, die Strom in Wärme umwandelt. Elektrodenkessel sind eine solche Form von Power-to-Heat. Hier finden Sie den Steckbrief zum Projekt.

Wasserstoff

Wie sieht die Gasversorgung in einer klimaneutralen Zukunft aus? Bei den erneuerbaren Varianten Biogas, grüner Wasserstoff, Biomethan und grünes Synthesegas zeichnet sich ein aussichtsreicher Favorit ab: grüner Wasserstoff. Seine Nutzung in den Energieparks der EVH steht auf dem Prüfstand.